Der Kunstverein Bahner e.V. ist Initiator und Organisator für eine Vielzahl  von Aktivitäten

in Kunst und Kultur. In der Rubrik Ausstellungen und Aktionen und dem Archiv finden Sie Informationen zu zurückliegenden Events.

 

36.NEUENBURGER KUNSTWOCHE

NWZ-Online v. 1.7.2019

Text u. Bilder(1-6)  Gösta Berwing

 

Die Werke verzauberten, verblüfften und überraschten die Betrachter. Liegt ein Mensch unter einem Laken? Und warum wird ein Motiv erst durch eine Brille mit roten Gläsern erkennbar?

 

 Manchmal täuscht der erste Eindruck. Erst auf den zweiten Blick oder verzerrt durch eine Spezialansicht wird aus dem, was den Betrachter zunächst verwirrt, ein Gesamtbild. Oder auch umgekehrt.

Viel Beachtung fanden die während der 36. Neuenburger Kunstwoche entstandenen Ergebnisse am Samstag und Sonntag bei der Abschlusspräsentation. Eine Woche lang gestalteten Sergej Tihomirov und Inge-Rose Lippok aus Hannover, Ip Kyu Jang aus Düsseldorf, Maria Korporal aus Berlin und Jan-Hendrik Pelz aus Schorndorf bei Stuttgart Dinge zum Thema „Magische Kunst“.

DIE KÜNSTLER

Ip Kyu Jang aus Korea nutzte digitale Technik, um dem Gehirn der Zuschauer ein Schnippchen zu schlagen. Maria Korporal ließ die Teilnehmer mit deren Atemluft blühende Landschaften auf der Leinwand erschaffen. Jan-Hendrik Pelz verwirrte die Besucher der Ausstellung mit seiner Malerei (Bild links). Inge-Rose Lippok hat ein Nest geschaffen, das bei näherem Hinsehen nur aus fragilen Fragmenten besteht. Sergej Tihomirov nutzte die Grenzen des menschlichen Sehens. Die erschaffenen Werke verzauberten, verblüfften und überraschten die Betrachter. So gab es abstrakte Motive, die erst durch den Blick durch eine Brille mit roten Gläsern erkennbar wurden, zu sehen, eine vermeintlich unter einem Laken auf dem Fußboden liegende Person, eine Rauminstallation aus fragilen Fragmenten oder mittels technischer Hilfsmittel unter Mitwirkung des Betrachters geschaffene Effekte, wie die Erschaffung einer blühenden Landschaft und eigene Körperteile als Kunstwerk.

Die Künstler, die sich vorher nicht kannten, hatten die Möglichkeit, Dangast zu besuchen. Sie wurden zudem durch den Urwald geführt und sind so in der Woche zu Freunden geworden. Für März 2020 haben sie sich zu einer gemeinsamen Ausstellung in der Galerie „Lortzingart“ in Hannover verabredet.

Die Teilnehmer richteten ein großes Dankeschön an die Veranstalter, den Kunstverein „Die Bahner“ mit dem Vorsitzenden Wolfgang Andrée und die Gemeinde Zetel – insbesondere an den Kulturkoordinator Iko Chmielewski, der bei der Präsentation auf einige Werke einging.

 

Wir planen ein Weißes Dinner am Schloss in Neuenburg

Samstag, 3. August, 18:00

 

Abhängig vom Wetter kann zu einer solchen Veranstaltung nur kurzfristig eingeladen werden(über Homepage, Presse, Email,), Wenn also geeignetes, beständiges Wetter absehbar ist, wird die Ankündigung in Gang gesetzt.

 

Die Bahner werden den Schlossgang mit ein paar Fackeln schmücken.  Jeder bringt seine eigenen Dinner-Utensilien mit, nämlich:

  • Tisch und Stühle
  • weiße Tischdecke
  • Kerzenleuchter mit möglichst weißer Kerze
  • Geschirr, Gläser, Besteck
  • Essen, Trinken
  • Kleidung schwarz/weiß gewünscht
  •  
  • HINWEIS: Die Bahner können bei Bedarf Tisch und Stühle bereitstellen. Voranmeldung unter Tel: 04452 94 86 62 

 

Offene Ateliers 2019   24. und 25. August

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Der Kunstverein "Bahner" e.V. und die Familie Streithorst haben die Künstlerin

Lea Lanfermann 

aus Melle eingeladen einen Teil Ihrer Werke, die unter dem Motto

WALKING UNDER SKIES

in der

 Wohngalerie Streithorst  

in Neuenburg auszustellen.

 

Die Bilder können bis August während der Öffnungszeiten besichtigt werden 

 

 

Gösta Berwing

11.Februar 2019

" instant impro "

Improvisationstheater vom Feinsten

Die Bahner“ aus Neuenburg haben sich seit Jahren die Förderung von Kunst und Kultur im ländlichen Raum auf die Fahnen geschrieben und möchte attraktive und anspruchsvolle kulturelle Angebote „anbahnen“. Das hat nun dazu geführt, dass am Samstag das Improvisationstheater „Instant Impro“ aus Bremerhaven zu Gast im Vereenshuus war.

 
 

„Was soll das nur werden?“, mag sich sicherlich der ein oder andere Zuschauer gedacht haben, als die fünf Schauspieler auf die leere Bühne traten – ohne Bühnenbild und Requisiten. Und dann verkündeten sie auch noch: „Text haben wir auch keinen.“ Es folgte eine Vorstellungsrunde, bei der Darsteller und Publikum gleichzeitig ihre Vornamen riefen. „Nun kennen wir uns und können Du sagen“, freuten sich die Schauspieler, die dann Wurfgeschosse an einige Besucher verteilten. Nasse Schwämme für grottenschlechte Szenen und rote Rosen für die besonders gefallenden Stücke.

Für die Programmgestaltung dieses Theaterabends war das Publikum zuständig, es lieferte die Stichworte für die dann spontan gespielten Szenen. Nach den Wortzurufen gönnten sich die Comedians gerade einmal fünf Sekunden Bedenkzeit, bevor sie loslegten. Nachdem „5-4-3-2-1-los“ runtergezählt wurde, nahmen die Geschehnisse ihren Lauf.

Es begann mit einem Autohändler, dessen Kundin plötzlich schwanger war. Weiter ging es mit einer reklamierten Kuh und einem Geldautomaten, der kein Geld ausspucken wollte – und seltsamerweise in einem Dönerladen stand.

Die erste Rose flog bei der Geschichte von einem Geschenkgutschein für den Swingerclub auf die Bühne, denn den hatte die Mutter ausgesucht, weil sie unbedingt dabei zusehen wollte. Erschwerend für die Schauspieler kam hinzu, dass einige Texte in alphabetischer Reihenfolge aufgesagt wurden oder dass Wortgefechte in zwei Sprachen gleichzeitig gesprochen werden sollten. Besonders erheiternd war eine Talkshow zum Thema „Können schwangere Flughörnchen fliegen?“, die in Ganzkörpergebärdensprache übersetzt wurde.

Es wurde die Geschichte von Sven und dem Rhabarberkuchen erzählt, oder auch vom Beruf einer Toilettenpapieraufrollerin. Nach gut zwei Stunden waren alle Rosen wieder auf der Bühne, während die meisten Schwämme ungenutzt blieben.

Die Schauspieler von „Instant Impro“ haben bewiesen, dass großes Theater auch ohne Goethe und Schiller geht, und wurden dafür mit viel Applaus von den lachenden Zusehenden belohnt. Und auch die Bahner sind ihrer selbst gestellten Aufgabe wieder einmal erfolgreich gerecht geworden.

 

Einweihung der Litfaßsäule

 

 

Die Künstlerin Doris Hauptmann hat die Litfaßsäule an der Röbendiekenstraße in Neuenburg in eine Leinwand verwandelt und mit einem Gemälde versehen. Zu sehen ist darauf der Vater der Neuenburger Gitarrentage.

 

Zur offiziellen Einweihung des Kunstwerks im öffentlichen Raum hatte der Neuenburger Kunstverein „Die Bahner“ jetzt eingeladen. Mehr als 20 Mitglieder und Freunde des Kunstvereins sowie Vertreter der Gemeinde, darunter der Erste Gemeinderat Bernd Hoinke und der stellvertretende Bürgermeister Fred Gburreck, sind der Einladung gefolgt. Und mit dabei war auch der Ehrengast, der Westersteder Gitarrenbauer Holger Harms-Bartholdy, mit seiner Frau Kathrin Bartholdy.

 

Bei der Einweihung der neu gestalteten Litfaßsäule an der Röbendiekenstraße (von links): Doris Hauptmann, Kathrin Bartholdy und Holger Harms-Bartholdy

Bild: Sandra Binkenstein

             

     

                                                                                                                                  Sandra Binkenstein vom 25. 2018